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Merry Christmas

Merry Christmas

 Überrascht von dem, was in solchen Umständen möglich ist.
Folgt man im Film „Merry Christmas“, der die Verbrüderung an der Front zwischen Franzosen, Deutschen und Schotten im ersten Weltkrieg thematisiert, den Gesichtern der Soldaten, so steht man immer wieder vor erstaunten, weit aufgerissenen Augen. Man traut seinen Augen nicht, was da an Weihnachten in den Schützengräben und in dem dazwischen liegenden Niemandsland passiert. Weihnachtsbäume säumen den Rand der Deutschen, die verantwortlichen Leutnants treffen sich auf einen Kaffee im Niemandsland, Soldaten tauschen Wein und Schokolade…. Und das in der Absurdität des Schützengrabenkrieges, bei dem tausende  von Menschen ein paar Meter Bodengewinns wegen, ihr Leben lassen mussten. Die Absurdität eines solchen Krieges bildet den verstär-kenden Kontrast zu dem, was sich an Wesentlichem und Bleibenden ereignet. Niemand von den Menschen, die diese Verbrüderung erlebt haben, wird es vergessen können.
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2013 Walter Mitty

Das wunderbare Leben des Walther Mitty - Oder - Wie aus einem Profil bei der Partnerbörse ein Mensch mit "Profil" wurde.

Sound: (There’s a rhythm in rush these days - Stay Alive von José González)

Walter Mitty: Wann drückst du auf den Auslöser? –

Sean O'Connell: Manchmal gar nicht. Wenn mir ein Moment gefällt, ich meine, mir ... persönlich, dann will ich nicht, dass mich die Kamera irgendwie ablenkt. Dann will ich einfach nur ... darin verweilen.

Kurz der Inhalt: Das Magazin – Life - wird geschlossen und soll nur noch online weiterbetrieben werden. Für die letzte Ausgabe schlägt der renommierte Fotograf Sean O'Connell von einer Serie das Bild 25 vor, „the quintessence of life“, wie er meint. Doch das Bild ist verschwunden und Walter Mitty,  begibt sich auf die Suche nach diesem Bild. Der Titel des Filmes geht zurück auf eine Kurzgeschichte von James Thurber. Durch sie ist der Name Walter Mitty im Englischen zum Synonym für einen ´Tagträumer` geworden. Und um diese Figur (nicht um die Kurzgeschichte) geht es in diesem Film. Jemand, der letztlich vor der Wirklichkeit flieht. (http://www.newyorker.com/magazine/1939/03/18/the-secret-life-of-walter-mitty-2?currentPage=all)
Doch diese Wirklichkeit holt ihn auf mehreren Ebenen ein: Einmal über eine Kollegin, in die er sich heimlich verliebt und deren Profil er in einer Partnerbörse entdeckt. Zum anderen über die Tatsache, dass seine berufliche Existenz auf dem Spiel steht, nochmals verstärkt durch das Verschwinden dieses geheimnisvollen Bildes 25. Seine Kollegin Cheryl gibt ihm den notwendigen Anstoß: „Es geht um Mut und den Aufbruch ins Unbekannte“,  und so begibt er sich auf die Suche nach Sean O´Connell. Grandios gespielt von Stiller wird die Suche zur doppelten Entdeckung. Zur Entdeckung dessen, wofür die Zeitschrift mit ihrem Motto steht: „Die Welt sehen, sich an etwas heranwagen, hinter Fassaden blicken, einander näher kommen, einander zu finden und zu fühlen. Das ist der Sinn des Lebens“ und dies führt durch vielfältige Abenteuer zur Entdeckung seines eigentlichen Ichs. Träumst du manchmal noch, wird er am Ende gefragt, - eigentlich nur noch ganz selten.

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2013 Gravity

Gravity - Ein berauschender Film mit vielen Soundeffekten: was aber ist die Botschaft?

Astronaut Matt Kowalsky (Georg Cloony)wird kurz vor seinem Ruhestand das letzte Mal in den Weltraum geschickt. Begleitet wird er von der Bio-Medizinerin Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock), die hier ihre erste Erfahrung im Weltall sammeln soll. Was routinmässig beginnt, wird zum Horrortripp.
Man brauchte zunächst einmal den Abstand zum Film, um ihn beurteilen zu können. Durch die Machart wird man als Zuschauer in eine Spannung hineinversetzt, die es einem schier unmöglich macht, auch Betrachter zu bleiben.
Das Wort „Gravity“ gibt einem eine erste Orientierung in diesem Sog, der sowohl von den faszinierenden Bildern des Kosmos  als auch von dem Trudeln des Erschreckens angesichts der Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens ausgeht. Die Existenz im Weltraum bildet die filmische Metapher dafür. Der Film verortet sich im Spiel zwischen der Schwerelosigkeit des Weltraumlebens und dieser Schwerkraft (gravity) der Hinfälligkeit der menschlichen Existenz. Und letztere im doppelten Sinne:  Einerseits die Technik, die nicht alles im Griff haben kann und andererseits  das Glück des Leben, das man nicht festhalten kann.

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Dein Weg / Oder – ein Neuaufbruch ist möglich

Ein bisschen skurril kommt dieser Film daher. Ein Vater (Tom), der mit der Asche seines Sohnes (Daniel) auf dem „Camino“, dem Weg nach Santiago de Compostela unterwegs ist und dabei beginnt, seinen toten Sohn besser zu verstehen. Filmtechnisch erscheint der Sohn (der Regisseur Emilio Estevez selbst, der zugleich der Sohn des Hauptdarstellers ist) in den unterschiedlichsten Szenen. Aber nicht eine psychologische Vater – Sohn Beziehung ist hier das Thema, es geht um mehr.

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