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Etty Hillesum - Zeugnis einer Menschlichkeit

„Auch wenn uns nur eine enge Straße bleibt, auf der wir gehen dürfen, steht über dieser Straße der Himmel.“ (Etty Hillesum)

Zeugnis einer Menschlichkeit –

im Kontext des Bündnisses für Menschlichkeit

Am Donnerstag, den 10. November 1941, schreibt eine jüdische Frau von 27 Jahren namens Etty Hillesum in ihrem Tagebuch „DAS DENKENDE HERZ DER BARACKE“:

„Lebensangst auf der ganzen Linie. Völliger Zusammenbruch. Mangel an Selbstvertrauen. Abscheu. Angst.“ Ein halbes Jahr später, im Juli 1942, Etty war schon im Durchgangslager Westerbork, lesen wir dann: „Gut, diese neue Gewissheit, dass man unsere totale Vernichtung will, nehme ich hin. (…) Die eine Gewissheit darf durch die andere weder geschwächt noch entkräftet werden. Ich arbeite und lebe weiter mit derselben Überzeugtheit und finde das Leben sinnvoll, trotzdem sinnvoll.“

Wie ist solch eine persönliche Entwicklung möglich?

Das letzte Lebenszeichen war eine Postkarte von ihr, die ein Bauer zufällig an den Bahngleisen Richtung Auschwitz fand. Er las: „Wir haben das Lager singend verlassen. Auf Wiedersehen!“ Zwei Monate später, am 30. November 1943, war sie tot.

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Die Seele Europas im Denken J. Ratzingers 16. Mai 2014

Aus der Begegnung von Jerusalem, Athen und Rom entstanden

Europa im Denken von Joseph Ratzinger / Papst Benedikt

Einladung zu einem Vortrag mit anschließendem Gespräch
Die Europawahl steht vor der Tür. Damit stellt sich uns allen die Herausforderung, Stellung zu nehmen. Schauen wir auf die bisherigen Wahlen, stehen wir vor einer eigenartigen Entwicklung: Die Teilnahme an der Wahl geht rapide nach unten, auf der anderen Seite steht das Faktum, dass Europa bis in unsere Wohnzimmer hinein entscheidet. Das belegt die Tatsache, dass über 70 Prozent aller neu verabschiedeten deutschen Gesetze auf Entscheidungen basieren, die in Brüssel oder Straßburg getroffen wurden. Aufgrund dessen ist die Frage nach Europa, die Frage, Europa, was ist das eigentlich und welches Europa wollen wir, durchaus von großem Interesse.
Dr. J. Zöhrer spricht über das Verständnis von Europa, wie es sich in den Schriften eines der großen Universalgelehrten unserer Zeit, Joseph Ratzinger - em. Papst Benedikt XVI. zeigt. Welches Verständnis von Europa, welche Möglichkeiten aber auch Gefahren sieht er in diesem Gebilde – Europa? Herr Zöhrer gehört zum Schülerkreis von Joseph Ratzinger und lehrt an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg.
Hubert Keßler, Kulturinitiative e.V.

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2014 Menschen, die Europa ein Gesicht geben

Menschen, die Europa ein Gesicht geben.
Diese begleitende Ausstellung erinnert  zunächst an die Patrone Europas, allen voran an den heiligen Benedikt. Ein Zeugnis dafür, dass das „ quaerere Deum“ (Gott suchen) eine kulturelle Fruchtbarkeit entfaltete, die zum nährenden Boden des heutigen Europas wurde. Wenn die Heiligen Cyrill, Methodius und Birgitta von Schweden an die räumliche Ausdehnung der Evangelisierung Europas erinnern, so die heilige Theresa Benedicta a Cruce (Edith Stein) an die versöhnende Kraft des Glaubens auf dem Hintergrund der schrecklichsten Tragödie dieses Kontinents im letzten Jahrhundert.  Sie entdeckte durch den christlichen Glauben den Zugang zu ihrer jüdischen Tradition. „Sie hat begriffen, wie viel es ihr bedeutet, ´Tochter des auserwählten Volkes zu sein, nicht nur geistig, sondern auch blutsmäßig zu Christus zu gehören.`“   Mit der Ernennung all dieser Heiligen zu Patronen Europas machte Papst Johannes Paul II. darauf aufmerksam, dass Europa eine Seele braucht, um seinen geis-tigen Zusammenhalt zu garantieren.
Diese Seele zeigte sich beispielhaft im Leidenszeugnis des seligen Karl Leisners, der von Jugend auf eine Begeisterung für Europa pflegte. Kurz vor seinem Tod wurde er durch seine Priesterweihe innerhalb des Konzentrationslagers zum Zeugen für ein Europa, das unter dem Kreuz die unterschiedlichsten Länder vereinigte.  
Die Kraft dieser Seele kommt zum Ausdruck im Bemühen Robert Schumanns und des seligen Max Josef Metzgers um Versöhnung und Friede in Europa. Ihre Wirksamkeit bezeugt Abbé Franz Stock. Er war deutscher Gefängnisseelsorger in Paris, durch dessen Zeugnis die Erzfeindschaft zwischen Deutschland und Frankreich schon während und dann nach dem Krieg Wege der Aussöhnung aufscheinen ließ. Die Worte des Generals Cossé-Brissac unterstreichen dies:
„Eine außerordentliche Vornehmheit strömte von ihm aus – der Widerschein einer übernatürlichen Seele. Er war vor allem Priester, und Jesus Christus lebte in ihm. (…) Wir errieten das Martyrium, das dieser Mann durchmachte […]. Er litt unter unseren Leiden. Er musste die zum Tode Verurteilten zum Mont Valérien begleiten. Ich stelle mir seine Angst vor bei jenen, die die Gnade ablehnten, seine Demütigung als Deutscher, seine tiefe Bewegung als Priester jenen gegenüber, die tapfer und als Christen starben. Seine täglichen Gefängnisbesuche mussten für ihn ein Kreuzweg sein. […] Seinetwegen habe ich mir oft geschworen, alles zu tun, um eine aufrichtige Aussöhnung der beiden Völker Deutschland und Frankreich unter dem Zeichen Christi herbeizuführen.“   (General von Cossé-Brissac)
 Die Worte des ständigen Vertreters des Heiligen Stuhls beim Europarat - sind wie ein Wi-derhall der Erfahrung Franz Stocks: „Wenn wir es verstehen, das Antlitz des gekreuzigten Gottes in den Schmerzen der Menschen und Völker zu erkennen, dann werden wir auch den Mut haben, jene Liebe zu leben, die der Gekreuzigte gelebt hat“.
Diese Ausstellung ist eine gekürzte und leicht modifizierte Fassung der Ausstellung zum Jahr des Glaubens:  Zeugen einer Gegenwart



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